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Cetoniinae
Dynastinae
Lucanidae


Cetoniinae (Rosenkäfer)
Die Gattung Goliathus, dies sind die größten Vertreter der Unterfamilie. Ihre Körperform ist sehr einheitlich. Die Männchen besitzen im Gegensatz zu den weiblichen am Kopfvorderrand ein y-förmiges Geweih. Sie sind braun oder schwarz und haben eine mehr oder weniger ausgedehnte Zeichnung aus samtartigen Haaren, die bei Berührung leicht abgerieben wird. Die Tiere fressen meist Palmblüten und fliegen geschickt um die Wipfel der Futterbäume. Sie gelangen nur selten auf den Boden. Ihre Larven leben in morschem Holz und brauchen für ihre Entwicklung mehrere Jahre.

Im Gegensatz zu den wärmeliebenden tagaktiven Rosenkäfern sind die meisten anderen Rutelinae und Melolonthinae (Blatthornkäfer) dämmerungs- und nachtaktive Tiere. Die Imagines (die "erwachsenen Käfer") fressen hauptsächlich das Laub von Büschen und Bäumen, aber auch Gräser und Blütenpollen. Ihre Larven leben in morschem Holz oder an Baum- und Graswurzeln, wo sie zum Teil zu Schädlingen werden. Sie sind in allen gemäßigten und warmen Zonen der Erde verbreitet.


Dynastinae (Riesenkäfer)
Die Arten der Gattung Chalcosoma bewohnen unterschiedlich große Areale Südostasiens. Wie bei den Hirschkäfern bestehen auch in dieser Gruppe große Unterschiede zwischen den Geschlechtern und selbst die Männchen sind in Größe und Ausbildung der Hörner sehr variabel. Sie sind glänzend schwarzgrün bis kupferschwarz, die Weibchen sind schlicht mattbraun gefärbt.

Weitere Arten der Gattung Xylotrupes sind von Südostasien bis Australien verbreitet und meist dunkelrotbraun glänzend.

Die von Indien bis Neuguinea verbreiteten Arten der Gattung Eupatorus zeichnen sich durch ein langes Kopfhorn und 2 - 4 kurze Brusthörner aus. Der Körper ist glänzend schwarz, die Farbe der Flügeldecken reicht von hell rotbraun bis dunkel-braun. Sie erreichen nicht die größe der Cholcosoma-Arten.

Die größten Vertreter der Dynastinae ist die Gattung Dynastes (Herculeskäfer). Ihre Verbreitung reicht vom Süden Nordamerikas über die Westindischen Inseln bis zum nördlichen Südamerika. Charakteristisch für diese Arten sind die bis körperlangen, nach vorn gerichteten Kopf- und Brusthörner der Männchen. Die Weibchen besitzen auf dem Kopf einige winzige Höcker. Auf den Flügeldecken zeigen viele Arten ein reizvolles Fleckenmuster.

Die Gattung Megasoma ist mit mehr als zehn meist riesigen Arten vom südlichen Nordamerika bis Südamerika verbreitet. Alle besitzen ein am Ende kurz gegabeltes Kopfhorn und ein bis drei Brusthörner bzw. -höcker.

Das Verbreitungsgebiet der ca. 25 mittelgroßen Arten der Gattung Golofa (Sägekäfer) reicht von Mexiko bis Südamerika. Meist sind die Tiere mittel- bis dunkelbraun gefärbt. Typisch für alle Golofa-Arten ist ein langes, dünnes, auf der Oberseite gesägtes Kopfhorn und ein einzelnes, zum Teil bizarres Brusthorn, die beide steil nach oben stehen.

Eine weitere Gattung Oryctes, die weit über Europa und Afrika bis Südostasien mit überwiegend mittelgroßen und kleinen Arten verbreitet sind, besitzen die Fähigkeit bei Beunruhigung zu stridulieren, d. h. sie erzeugen ein zirpendes Geräusch durch reiben des Hinterleibrückens an der Innenseite der Flügeldecken..

Die ca. 15 Trichogomphus-Arten haben ihr Hauptverbreitungsgebiet in Südostasien, Scapanes australis lebt auf Neuguinea und den benachbarten Inseln. Die Gattungen Strategus und Megaceras sind mit 35 bzw. 45 Arten in Nord- und Südamerika zu Hause.


Lucanidae (Hirschkäfer)
Von diesen rund 750 Arten umfassenden Familie sind viele auffällig und attraktiv gezeichnet. Ihr Hauptverbreitungsgebiet liegt in der Paläarktis, dem indoaustralischen Raum und in der Nearktis. Von Südamerika und Afrika sind dagegen nur wenige Arten bekannt. Die meist gebogenen Oberkiefer der Männchen wirken mit ihren Zähnen wie die Geweihe von Hirschen, doch haben sie trotz ihres furchterregenden Aussehens weniger die Funktion einer Verteidigungswaffe, sondern spielen eher eine Rolle beim Balz- und Paarungsverhalten.

Die Gattung Hexarthrius sind von Indien bis Indochina, Malaysia, Sumatra, Java und Borneo mit ca. 10 zum Teil sehr großen Arten verbreitet. Die Augen sind völlig umrandet, die Fühlerkeule besteht aus 5 - 6 Segmenten. Die Spitzen Oberkiefer sind oft auffallend stark gegabelt und nach unten gebogen. Es sind meist schwarze Arten, teilweise mit gelbroten Flügeldecken.

Beide Gattungen Odontolabis und Neolucanus sind mit vielen großen und schönen Arten von Indien bis Südostasien verbreitet. Die Augen sind ganz gerandet, die Schienen der Mittel- und Hinterbeine weisen keine Dornen auf. Die Gattung Odontolabis umfasst ca. 45 meist recht große und breite Arten mit langen Mandibeln. Die ca. 50 Neolucanus-Arten sind deutlich kleiner, ihre Mandibeln meist recht kurz.

Die Gattungen Prosopocoilus und Cladognathus sind von Afrika bis Südostasien und Australien verbreitet. Nur die Vorderseite der Augen ist umrandet, die Oberkiefer sind in der Regel lang und schlank. Die Schienen der Mittel- und Hinterbeine haben Stacheln oder sind unbedornt.

Die Gattung Dorcus umfasst rund 70 Arten und ist hauptsächlich in Südostasien und auf Neuguinea verbreitet. Einige wenige Arten finden sich in China und Japan, in Europa und Nordamerika gibt es nur je einen Vertreter. Meist schwarze, flache und sehr unterschiedlich große Arten. Die Augen sind nur zu 2/3 umrandet, die Fühlerkeule besteht aus drei Segmenten, die Enden der Vorderschienen sind gegabelt.

Mit ca. 40 Arten lebt die Gattung Cyclommatus auf Sumatra, Java, Borneo und Neuguinea, einige Arten gibt es auf Taiwan. Meist sind es mittelgroße bis kleine Arten mit höchstens einem Stachel auf den Schienen der Mittel- und Hinterbeine.

Die nachfolgenden Arten der Chiasognathus und anderen Gattungen, unter denen sich viele sonderbare Formen befinden, leben in den Tropen südlich des Äquators. So haben z. B. Chiasognathus granti und Lamprima aurata ungewöhnlich kleine Köpfe, und mit ihrem gewölbten Körper erinnern sie eher an Blatthornkäfer als an Hirschkäfer. Ihr Vorkommen in Südamerika und in der Australischen Region kann als Hinweis auf eine Verbindung der beiden Kontinente in früheren geologischen Zeiten gelten. Alle Arten gelten als sehr ursprüngliche Formen.


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